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Emqopter plant zusammen mit JOPP Automotive ersten Linienflug mit Drohnen

In Bad Neustadt soll der erste städtische Linienflug mit Lieferdrohnen erfolgen. Das ist das Ziel von Emqopter und Jopp Automotive. Die Firma Jopp ist weltweit tätiger Automobilzulieferer mit Sitz in Bad Neustadt, Nordbayern und betreibt dort drei Werke in unmittelbarer Nähe zueinander. Nach Angaben des Unternehmens ist der Transport von Hauspost, Ersatzteilen und anderen Kleinteilen zur Zeit mit hohem Zeitaufwand verbunden, der durch den Luftweg einfacher und schneller abgewickelt werden könnte. In einem gemeinsamen Projekt soll das mit Drohnen realisiert werden, wobei der Flug vollständig autonomisiert wird. Höchste Priorität hat dabei die Ausfallsicherheit, die zum Beispiel durch den Einsatz umfangreicher Sensorik zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung umgesetzt wird. Geschulte Anwender sollen aber beim Flug jederzeit eingreifen können. Ähnliche Anwendungen wurden bereits von Emqopter auf der CeBIT und der Hannovermesse präsentiert.

Gestartet wird das Projekt mit einer Drohne mit über 5 kg Gesamtgewicht und dem regelmäßigen Transport von Essen von der im Werk 1 ansässigen Kantine ins Werk 2 von JOPP in Bad Neustadt.

Emqopter denkt dabei noch einen Schritt weiter: "Wir kennen Projekte, bei denen Drohnen Leben retten können, z. B. beim Transport von medizinischen Hilfsgütern. Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass die Technik noch sicherer ist als das autonome Fahren, das seit Kurzem auf Teststrecken in Bayern möglich ist. Damit eröffnen wir neuen Ideen den Weg."

JOPP hat sich mit dem Startschuss zu dieser Entwicklung auch als Gesellschafter im Zuge einer Kapitalerhöhung bei Emqopter eingebracht. Einige neue Arbeitsplätze sollen in Kürze geschaffen werden. Mit der Beteiligung von JOPP an Emqopter stärkt JOPP mit dem Know How von Emqopter seine Kompetenzen im Bereich Elektronik und Sensorik.

Als Partner der Automobilhersteller entwickelt JOPP Getriebeschaltungssysteme, Schaltgriffe und Kunststoffbaugruppen und produziert diese weltweit. Für die Zulieferer der Automobilindustrie fertigt JOPP Präzisionsdreh- und Sinterteile sowie Elektronikbaugruppen und Lederteile für den Innenraum. Mit knapp 2.000 Mitarbeitern erzielt die Unternehmensgruppe derzeit einen Jahresumsatz von ca. 220 Millionen Euro an 11 Standorten weltweit.

Einen ersten Prototypen der geplanten Lieferdrohne stellte Emqopter auf der Zukunftskonferenz „JOPP 2030“ vor. Die Live-Vorführung eines autonomen Fluges fand reges Interesse, auch bei Gästen aus Hochschule und Industrie. Im Bild vlnr: Martin Koppenborg (Head of Digital Business Development, MBtech Management Consulting GmbH), Martin Büchs (Geschäftsführer JOPP-Gruppe), Dr. Nils Gageik (Geschäftsführer Emqopter GmbH) und Paul Benz (Communication Manager Emqopter GmbH).
Foto: JOPP, Bianca Hofmann



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